1-5 Personen
ab 10 Jahren
ca. 30 Minuten
Wertung: 3,5 von 5
Kurz gesagt
Manchmal reicht ein Held allein einfach nicht aus. In Die vier Pforten zieht eine Gruppe mutiger Abenteurer los, um die Welt vor ewiger Dunkelheit zu bewahren. Vier geheimnisvolle Pforten haben sich zum Schattenreich geöffnet, düstere Gestalten strömen hindurch, und das Leuchtfeuer eines uralten Leuchtturms ist erloschen. Klingt nach einer entspannten Urlaubsreise? Eher nicht. Zum Glück stellt sich das Spiel komplett auf Teamarbeit ein und fordert die Spieler dazu auf, gemeinsam einen rettenden Plan zu schmieden.
Spielbericht
Spielaufbau
Der Spielplan zeigt den mystischen Leuchtturm mit seinen vier Pforten. Die Abenteurer wählen jeweils eine Heldenfigur mit einer besonderen Fähigkeit und starten ihre Rettungsmission. Die verschiedenen Kartenstapel werden vorbereitet, Schattenkarten bereitgelegt und die vier magischen Relikte warten darauf, hinter den Pforten entdeckt zu werden. Bereits beim Aufbau wird klar: Hier kämpft niemand gegeneinander. Alle sitzen im selben Boot und hoffen, dass es nicht direkt von Schattenwesen versenkt wird.
Spielverlauf
Jeder Spieler darf in seinem Zug bis zu drei Aktionen ausführen. Dabei kann man sich zwischen den Pforten bewegen, Karten ziehen, Mitspielern Karten oder Relikte übergeben, Schatten zurückdrängen oder nach den verborgenen Relikten suchen. Um ein Relikt zu bergen, müssen passende Karten gesammelt und zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden.
Währenddessen bleibt die Finsternis natürlich nicht untätig. Nach jedem Spielzug breiten sich neue Schatten aus und bedrängen die Pforten. Werden die Schatten zu mächtig, schließen sich die Tore nach und nach. Verschwindet eine Pforte, bevor das dazugehörige Relikt gefunden wurde, ist die Mission gescheitert. Das erzeugt einen spürbaren Zeitdruck, der die Spieler ständig überlegen lässt, wo ihre Hilfe gerade am dringendsten gebraucht wird.
Besonders reizvoll sind die unterschiedlichen Heldenfähigkeiten und die Kräfte der gefundenen Relikte. Plötzlich werden scheinbar aussichtslose Situationen wieder beherrschbar. Meistens jedenfalls. Denn oft hat das Spiel genau dann noch eine kleine Schattenüberraschung parat, wenn man sich gerade sicher fühlt.
Fazit
Die vier Pforten ist ein angenehm zugängliches kooperatives Abenteuer, das viel Spannung in eine kompakte Spielzeit packt. Die Regeln sind schnell verstanden, dennoch sorgt der stetig wachsende Druck durch die Schatten für knifflige Entscheidungen. Wer Freude an Teamwork, gemeinsamer Planung und dramatischen „Das schaffen wir noch!“-Momenten hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Und selbst wenn die Schatten einmal gewinnen, fühlt es sich eher nach einer heldenhaften Niederlage als nach einer verlorenen Partie an. Schließlich kann nicht jeder Arbeitstag damit enden, dass man die Welt rettet.



